Häufige Fragen
Allgemeine Fragen
Was ist „Deutschland, was geht?”
„Deutschland, was geht?” ist eine gemeinsame Initiative der SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen – und des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Wir wollen wissen, wo es in deinem Alltag mit Behörden und Verwaltung hakt und was dringend besser werden muss. Aus deinen Eingaben entstehen die Themen für den Bürger-Hackathon, in dem Teams aus Zivilgesellschaft und Verwaltung gemeinsam an echten Lösungen arbeiten. Technisch hängt „Deutschland, was geht?” mit dem Einfach-Machen-Portal des Bundes an einem gemeinsamen System. Jede Idee, die hier eingeht, wird auch dort als Einreichung gewertet.
Wer steht hinter „Deutschland, was geht?”
„Deutschland, was geht?” ist eine gemeinsame Initiative der SPRIND – Bundesagentur für Sprunginnovationen – und des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS). Die Plattform ist Teil von SPRIND.Society, dem Bereich der SPRIND für gesellschaftliche Sprunginnovationen. Politische Schirmherrschaft liegt bei Bundesminister Karsten Wildberger. Die Teilnahme ist für alle kostenfrei – für Bürgerinnen und Bürger genauso wie für Unternehmen, Selbstständige oder Verwaltungsangehörige.
Warum sollte ich mitmachen?
Weil deine Perspektive zählt. Du weißt am besten, wo es im Alltag hakt, welches Formular sinnlos ist oder warum eine eigentlich einfache Sache so kompliziert läuft. Genau diese Erfahrung brauchen wir – egal ob du als Privatperson, als Unternehmerin, als Selbstständiger oder aus der Verwaltung heraus schreibst. Am Ende stehen Lösungen, die bei Erfolg in die Bundesverwaltung übernommen werden sollen. Wenn du die Plattform außerdem in deinem Umfeld weiterempfiehlst, hilfst du uns, dass möglichst viele Stimmen zusammenkommen. Je mehr Menschen mitmachen, desto besser werden die Ergebnisse – und desto einfacher wird Deutschland in Zukunft.
Ich habe selbst keine Idee – kann ich trotzdem dabei sein?
Ja, unbedingt. Melde dich für unseren Newsletter an. Dann bleibst du auf dem Laufenden, erfährst rechtzeitig, wann die Abstimmung startet, und kannst über die wichtigsten Themen mitentscheiden. Auch über alle weiteren Schritte – von der Auswahl der Lösungen bis zur Umsetzung – halten wir dich auf dem Laufenden. Mitmachen heißt nicht nur einreichen. Mitmachen heißt auch mitentscheiden.
Woher kommt die Idee des Bürger-Hackathons?
Vorbild ist der Presidential Hackathon in Taiwan, der seit knapp zehn Jahren läuft. Dort dürfen Bürgerinnen und Bürger seit Jahren die Verwaltung hacken, und die besten Vorhaben werden tatsächlich umgesetzt. Das hat das Vertrauen in den Staat dort messbar gestärkt. Genau das wollen wir auch in Deutschland möglich machen.
Ablauf & Beteiligung
Wie funktioniert der Bürger-Hackathon?
Die Grundidee ist einfach: Was dich im Alltag aufhält, hält auch Deutschland auf. Erst sammeln wir die Probleme aus ganz Deutschland. Dann stimmt ihr ab, welche Themen am wichtigsten sind. Aus den Top-Themen werden klar umrissene Aufgaben, an denen bis zu 20 Teams aus Zivilgesellschaft, Verwaltung und Technologie gemeinsam arbeiten. Sie entwickeln Prototypen – also funktionierende erste Versionen einer Lösung. Eine Jury wählt die fünf vielversprechendsten Prototypen aus. Im Dezember präsentieren diese Teams ihre Prototypen beim „Ministerpitch” vor Bundesminister Karsten Wildberger – das Versprechen, dass ihre Lösungen ab dem Folgejahr in die Bundesverwaltung integriert werden. Zudem werden alle Quick Fixes gesammelt, die politischer oder behördlicher Natur sind und direkt an die zuständigen Stellen weitergeleitet. Du kannst den Verlauf deiner Idee nachverfolgen.
Wie sieht der Zeitplan aus und wie funktioniert die Abstimmung?
Bis zum 14. Juni läuft die Einreichungsphase. Anfang Juli starten Priorisierung und Abstimmung – wir clustern alle Einreichungen nach Themen, und ganz Deutschland kann mit abstimmen, was am wichtigsten ist. Mitmachen kann jede und jeder, auch ohne selbst etwas eingereicht zu haben. Danach startet die Umsetzungsphase, in der sich Teams und Einzelpersonen auf die ausgewählten Themen bewerben können. Von September bis November läuft die Prototyping-Phase, am Ende werden die fünf besten Teams ausgezeichnet. Im Dezember folgt der „Ministerpitch” durch Bundesminister Karsten Wildberger. Damit steht bis Jahresende fest, welche Ideen ab dem Folgejahr in die Bundesverwaltung integriert werden.
Was ist die gesamte Bestandsaufnahme Deutschlands?
Anfang Juli veröffentlichen wir die gesamte Bestandsaufnahme Deutschlands: einen umfassenden, vollständig anonymisierten Deutschland-Überblick darüber, wie unser Land aus Sicht der Bürgerinnen und Bürger heute funktioniert. Welche Themen tauchen am häufigsten auf? Wo hakt es flächendeckend, wo nur regional? Was nervt besonders viele Menschen, was sind die strukturellen Muster?
Unser Anspruch: radikale Transparenz – und gleichzeitig vollständiger Schutz der einreichenden Personen. Vor der Veröffentlichung werden alle Daten anonymisiert. Keine Namen, keine personenbezogenen Angaben, keine identifizierbaren Einzelfälle. Was öffentlich wird, sind die aggregierten Themen, Muster und Schwerpunkte.
Geteilt wird der Deutschland-Überblick offen – als Ideen- und Themenkiste für Politik, Verwaltung, Medien, Zivilgesellschaft und alle, die selbst Veränderung anstoßen wollen. So entsteht aus den vielen einzelnen Stimmen ein gemeinsames Bild, das weit über den Hackathon hinaus wirkt. Wir verstehen uns hier auch als zentrale Anlaufstelle: Wer aufbauen, weiterforschen oder Lösungen entwickeln will, findet im Deutschland-Überblick die Grundlage dafür.
Was passiert nach dem 14. Juni? Kann ich danach noch einreichen?
Der Bürger-Hackathon ist zeitlich befristet – die Einreichung auf „Deutschland, was geht?” läuft bis zum 14. Juni, damit anschließend abgestimmt und umgesetzt werden kann. Aber: Das Einfach-Machen-Portal des Bundes läuft dauerhaft weiter. Du kannst dort jederzeit Vorschläge einreichen, auch nach dem 14. Juni. Alles, was dort eingeht, wird weiterverarbeitet, fließt in die Bestandsaufnahme Deutschlands ein und kann in zukünftigen Beteiligungsformaten aufgegriffen werden. Den Link findest du hier: www.einfach-machen.gov.de
Werden meine Ideen wirklich vom Staat umgesetzt?
Ja, das ist der Kern unseres Versprechens. Am Ende des Jahres präsentieren Tech-Teams die vielversprechendsten Prototypen zu euren wichtigsten Ideen vor Bundesminister Karsten Wildberger im „Ministerpitch”. Bei Erfolg erhalten Sie eine politische Zusage, dass diese Lösungen ab dem Folgejahr in die Bundesverwaltung integriert werden. Quickfixes leiten wir unabhängig vom Hackathon direkt an die zuständigen Stellen weiter, damit sie schnell umgesetzt werden können. Politische Empfehlungen tragen wir an Ministerien und Gesetzgeber heran. Und das Vorbild Taiwan zeigt: Wenn Bürgerinnen und Bürger ernsthaft beteiligt werden und der politische Rückhalt steht, werden Ideen tatsächlich Realität.
Beiträge & Daten
Was kann ich einreichen? Gibt es Beispiele?
Alles, was dich im Umgang mit Behörden und Verwaltung stört. Steuern, Gesundheit, Bildung, Anträge, Genehmigungen, digitale Services, Sozialleistungen, Förderprogramme – die Liste ist offen. Quickfixes zählen genauso wie strukturelle Themen. Der nervige Brief, der jedes Jahr ins Haus flattert, das überflüssige Pflichtfeld in einem Online-Antrag, die kleine Änderung, die einer ganzen Behörde Zeit sparen würde – all das ist ausdrücklich willkommen. Genauso die größeren Würfe, bei denen ganze Prozesse neu gedacht werden müssen. Beides ist gleich wertvoll. Du musst keine fertige Lösung mitbringen – es reicht, wenn du das Problem klar beschreibst.
Wichtig: Es geht um Themen, die mit Verwaltung und Behörden zu tun haben. Persönliche Schilderungen ohne Verwaltungsbezug können wir nicht aufnehmen.
Wie reiche ich ein? Wie oft darf ich einreichen?
Du hast drei Wege. Du kannst direkt auf „Deutschland, was geht?” die Eingabemaske nutzen und dein Anliegen schriftlich schildern. Du kannst alternativ das Bürgertelefon unter 030 75 93 80 45 anrufen, wenn du dein Anliegen lieber im Gespräch loswirst. Und du kannst jederzeit das Einfach-Machen-Portal des Bundes verwenden, an dem unsere Plattform technisch hängt. Egal welchen Weg du wählst – alle Eingaben laufen im selben System zusammen. Such dir den Weg, der für dich am einfachsten ist. Mehrfache Einreichungen sind ausdrücklich willkommen: Wenn dir an verschiedenen Stellen etwas auffällt, reich es einfach einzeln ein. So viele Ideen, wie du hast.
Was passiert konkret mit meinem Anliegen?
Wir versprechen: Jede Einreichung bekommt bis Jahresende eine Antwort – vorausgesetzt, du hast am Ende das Kontakt-Häkchen gesetzt. Wir empfehlen das ausdrücklich. Nur so erfährst du, was aus deinem Vorschlag geworden ist.
So geht es konkret weiter:
Alle Einreichungen werden anonymisiert gebündelt, thematisch geclustert und vollständig in die gesamte Bestandsaufnahme Deutschlands aufgenommen. Damit machen wir radikal transparent, wo Deutschland steht und was Menschen in diesem Land bewegt. Es entsteht erstmals ein umfassender Deutschland-Überblick – aus Sicht derer, die täglich mit Verwaltung zu tun haben. Alle Daten werden vor der Veröffentlichung anonymisiert.
Auf dieser Basis stimmt Deutschland ab, was als Erstes angepackt und umgesetzt werden soll. So entscheidet die Community gemeinsam, welche Themen die größte Dringlichkeit haben.
Wir sortieren die Einreichungen in Kategorien, weil am Ende nicht jede Idee denselben Weg geht – aber alle Einreichungen sind Teil des Bürger-Hackathons und gehen in die Abstimmung. Was nach der Abstimmung passiert, hängt vom Typ der Idee ab: Quickfixes leiten wir an die zuständige Behörde weiter, damit sie schnell umgesetzt werden können. Politische Empfehlungen tragen wir an Ministerien und Gesetzgeber heran. Besonders komplexe technische Lösungen, die strukturell etwas verändern können, werden im Hackathon zu Prototypen entwickelt und am Ende in die Bundesverwaltung integriert. Und Projekte, die sich extern umsetzen lassen, machen wir sichtbar – damit Unternehmen, Start-ups oder Zivilgesellschaft eigenständig daran weiterarbeiten können.
Der Deutschland-Überblick ist Sammelstelle für alle, die Veränderung wollen: für Staat und Verwaltung, die nach Reformhebeln suchen. Für Bürgerinnen und Bürger, die selbst anpacken wollen. Für Unternehmen, die Lösungen über den Hackathon hinaus entwickeln. Keine Idee verschwindet in der Schublade.
Eine ehrliche Bitte um Geduld: Es kommen viele tausend Einreichungen aus ganz Deutschland zusammen. Das Sichten, Bündeln und Weiterleiten an die richtigen Stellen braucht Zeit. Wir nehmen uns diese Zeit, weil wir wollen, dass jede Stimme ernsthaft verarbeitet wird – nicht nur formal abgehakt. Bis spätestens Jahresende hast du deine persönliche Rückmeldung.
Meine Eingabe wird nicht angenommen – warum?
Wenn beim Absenden eine Störmeldung erscheint, hat das fast immer einen von zwei Gründen:
Das Thema passt nicht zur Plattform. Wir können nur verwaltungsrelevante Einreichungen verarbeiten – also Themen, die mit Behörden, staatlichen Prozessen, Verwaltung oder öffentlichen Leistungen zu tun haben. Persönliche Geschichten ohne Verwaltungsbezug filtert unsere KI heraus.
Die Sprache ist nicht konstruktiv. Beleidigungen, menschenverachtende Inhalte oder pauschale Beschimpfungen werden ebenfalls automatisch aussortiert. Es geht nicht darum, dass du nicht frustriert sein darfst – Frust ist sogar ausdrücklich erwünscht. Es geht darum, dass dein Beitrag in respektvoller Sprache formuliert ist und einen konstruktiven Hinweis darauf enthält, wo Verwaltung hakt oder besser werden kann.
Wenn deine Eingabe nicht durchgeht: Formuliere sie konkreter auf das Verwaltungsproblem hin, lass starke Wertungen weg und reiche sie erneut ein. In neun von zehn Fällen funktioniert es dann.
Was passiert mit meinen Daten?
Alle Einreichungen werden anonymisiert verarbeitet. Wir veröffentlichen keine personenbezogenen Daten, sondern aggregieren Ideen und Probleme thematisch – auch in der gesamten Bestandsaufnahme Deutschlands.
Du kannst auch anonym einreichen, ohne Namen oder Kontaktdaten anzugeben – die Verarbeitung funktioniert genauso. Allerdings können wir dir dann keine persönliche Rückmeldung geben, was aus deinem Vorschlag geworden ist. Wenn dir wichtig ist zu erfahren, ob deine Idee zum Quickfix wird, in den Hackathon kommt oder in der Bestandsaufnahme auftaucht, setze beim Absenden das Kontakt-Häkchen. Deine Daten werden auch dann nie öffentlich – sie werden ausschließlich intern für deine Rückmeldung genutzt.
Bitte gib keine personenbezogenen Daten in den Text deiner Einreichung ein, also keine Namen, Adressen, Telefonnummern oder Aktenzeichen, die Rückschlüsse auf konkrete Personen zulassen. Deine Idee ist wichtig, private Details Dritter müssen wir nicht kennen.